Schulzentrum Oberwesel: Realschule und Hauptschule unter einem Dach

Klasse 9b - Frau Sommer


Unterricht auf dem Wasser

Schule an einem ungewöhnlichen Ort konnten die Schüler der Klasse 7b der Hauptschule Oberwesel erleben. Der Unterricht fand auf dem Wasser, genauer auf dem Rhein statt.

Zu verdanken hatten sie dies der engagierten Arbeit der vielen Bachpatenschaftsgruppen in den letzten Jahren von den Lehrern Jürgen Steinborn und Herbert Retterath. In Anerkennung dieser Arbeit bot das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz der Schule an, eine Routinefahrt der MS Burgund mit einer Klasse zu begleiten.

Die MS Burgund ist auf den Hauptwasserstraßen (Rhein, Mosel, Saar) im Auftrag der rheinland-pfälzischen Landesregierung als Überwachungsschiff unterwegs. Zu ihren Aufgaben gehören die biologische und chemische Untersuchung der Gewässer und die Beobachtung verschiedener Einleiter von Abwässern.

An Bord in Koblenz begrüßten der Kapitän und ein Mitarbeiter der Behörde die Gäste. In einem einleitenden Vortrag erhielten die Schüler einen guten Einblick in die Arbeit des Überwachungsschiffes. Interessiert lauschten sie den Ausführungen über die Insekten im Wasser, über Muscheln, Schnecken und Fische. An ihnen kann der Experte feststellen, wie es um die Wasserqualität bestellt ist.

Gerade am Beispiel des Rheines kann man erkennen, wie eine verschärfte Gesetzgebung verbunden mit den regelmäßigen Kontrollfahrten der MS Burgund zu einer spürbaren Verbesserung der Wasserqualität geführt hat. Im Labor konnten die Schüler mit eigenen Augen dann sehen, wie während der Fahrt ständig die wichtigsten chemischen Daten der Wasseruntersuchung erhoben  und aufgezeichnet werden. Biologische Untersuchungen waren leider bei dieser Fahrt nicht vorgesehen.

Ganz besonders interessant war natürlich ein Blick über die Schultern des Kapitäns auf der Brücke. Geduldig beantwortete er alle Fragen zu Motorleistung, Geschwindigkeit, Navigation und Seezeichen auf und am Wasser. Spannend wurde die Fahrt dann an der Loreley. Die Leuchtzeichen der Wahrschau verrieten dem Kapitän, welche Schiffe hinter den unübersichtlichen Kurven ihm entgegen kamen. An der engsten Stelle des Rheins(120 Meter), gleichzeitig aber auch der tiefsten (20 Meter) können zwei große Schiffe nicht problemlos aneinander vorbeifahren, der stromauf Fahrende muss notfalls warten.

„So könnte Schule öfter sein. Eine Menge über die Bedeutung des Wassers erfahren und keine Hausaufgaben auf!“ , war der Kommentar eines Schülers, als man in Oberwesel von Bord ging.

 


 

Klassenfoto im Schuljahr 2011 / 2012

   

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